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Community-Richtlinien

Schädigende Falschinformationen oder betrügerische Praktiken

Erklärungsreihe zu den Community-Richtlinien

Aktualisiert: Februar 2025

Überblick

Die Förderung eines verantwortungsvollen Informationsumfelds hat bei Snap höchste Priorität. Betrügerische Praktiken können viele Formen annehmen und das Vertrauen untergraben und die Sicherheit der Snapchatter gefährden. Unsere Richtlinien zielen darauf ab, die Verbreitung von Fehlinformationen einzudämmen und die Nutzer vor Betrug und Spam zu schützen, und das unter verschiedensten Umständen.

  • Wir verbieten das Verbreiten von Falschinformationen, die schädigend oder bösartig sind, wie etwa das Leugnen der Existenz tragischer Ereignisse, unbegründete medizinische Behauptungen, das Untergraben der Integrität zivilgesellschaftlicher Prozesse oder die Manipulation von Inhalten zu falschen oder irreführenden Zwecken (einschließlich mittels generativer KI oder mittels trügerischer Bearbeitung).

  • Wir verbieten es, vorzugeben, jemand (oder etwas) zu sein, der/das man nicht ist, oder zu versuchen, andere in Bezug auf deine Identität zu täuschen. Dazu gehört, dass du dich als einer deiner Freunde, als prominente Persönlichkeit, Marke oder andere Einzelperson oder sonstige Organisation ausgibst.

  • Wir verbieten Betrug und betrügerische Praktiken, einschließlich Betrug, Geldwäsche und das Bewerben betrügerischer Waren und Dienstleistungen.

  • Wir verbieten Spam, einschließlich unerwünschter oder künstlich aufgeblähter Inhalte oder Engagements.

Das kannst du erwarten

Unsere Community-Richtlinien zu schädlichen, unaufrichtigen oder irreführenden Praktiken umfassen verschiedene, aber miteinander verbundene Kategorien von Schäden: (1) schädliche Falschinformationen, (2) Betrug und (3) Spam.

1. Schädliche Falschinformationen

Inhalte, die Fakten verfälschen, können schädliche Folgen für Nutzer und für die Gesellschaft haben. Wir wissen, es ist manchmal schwierig zu wissen, was richtig ist, vor allem, wenn es um schnelllebige aktuelle Ereignisse oder komplizierte Themen aus Wissenschaft, Gesundheit und Weltgeschehen geht. Aus diesem Grund konzentrieren sich unsere Richtlinien nicht nur darauf, ob Informationen ungenau oder irreführend sind, sondern auch auf ihr Schadenspotenzial.

Es gibt mehrere Kategorien von Informationen, bei denen die falsche Darstellung von Fakten besondere Gefahren mit sich bringen kann. In all diesen Bereichen gehen unsere Teams gegen Inhalte vor, die irreführend oder unrichtig sind, unabhängig davon, ob die Falschdarstellungen beabsichtigt sind. Auf diese Weise wirkt unsere Politik allen Formen von Bedrohungen durch Informationen entgegen, einschließlich Fehlinformationen, Desinformation, Falschinformationen und manipulierten Medien. 

Hier einige Beispiele für Informationskategorien, die wir als besonders sensibel ansehen:

  • Inhalte, welche die Existenz tragischer Ereignisse leugnen. Wir verbieten Inhalte, die zum Beispiel den Holocaust oder die Ereignisse beim Amoklauf in der Sandy-Hook-Schule in den USA leugnen. Falschdarstellungen und unbegründete Theorien über solche Tragödien können zu Gewalt und Hass beitragen, und darüber hinaus sind sie verletzend für die Nutzer, deren Leben und Familien von solchen Ereignissen betroffen waren oder sind.

  • Inhalte, die unbegründete medizinische Behauptungen verbreiten. Wir verbieten Inhalte, die beispielsweise nie getestete Therapien zur Verhinderung der Verbreitung von Covid-19 empfehlen, die unbegründete Theorien über Impfstoffe verbreiten oder die widerlegte, schädliche Praktiken wie etwa die sogenannte „Konversionstherapie“ unterstützen. Auch wenn sich die Medizin ständig weiterentwickelt und die Gesundheitsbehörden ihre Richtlinien oft überarbeiten, unterliegen solche glaubwürdigen Organisationen Standards und Rechenschaftspflicht und wir können uns an ihnen orientieren, um einen Maßstab für verantwortungsvolle gesundheitliche und medizinische Beratung zu erhalten.

  • Inhalte, welche die Integrität zivilgesellschaftlicher Prozesse untergraben. Wahlen und andere zivilgesellschaftliche Prozesse spielen eine wichtige Rolle für das Funktionieren rechtsstaatlicher Gesellschaften, und sie sind zugleich ein hochrangiges Ziel für Informationsmanipulation. Um die Informationsumgebung rund um solche Ereignisse zu schützen, setzen wir unsere Richtlinien für die folgenden Arten von Bedrohungen durch, die sich gegen gesellschaftliche Ereignisse und Prozesse richten:

  • Verfahrensstörungen: Fehlinformationen in Bezug auf die tatsächlichen Wahl- oder Bürgerbeteiligungsverfahren, wie z. B. die falsche Darstellung wichtiger Daten und Zeiten oder Teilnahmevoraussetzungen.

  • Teilnahmebeeinträchtigung: Inhalte, die eine Einschüchterung der persönlichen Sicherheit beinhalten oder Gerüchte verbreiten, um die Teilnahme an Wahlverfahren oder zivilgesellschaftlichen Prozessen zu verhindern.

  • Betrügerische oder unrechtmäßige Teilnahme: Inhalte, die Menschen dazu ermutigen, sich selbst falsch darzustellen, um am zivilgesellschaftlichen Prozess teilzunehmen oder unrechtmäßig Stimmzettel abzugeben oder zu zerstören.

  • Delegitimierung zivilgesellschaftlicher Prozesse: Inhalte, die darauf abzielen, demokratische Institutionen zu delegitimieren, z. B. durch falsche oder irreführende Behauptungen über Wahlergebnisse.


Unsere Richtlinien gegen schädliche Fehlinformationen werden durch umfassende Schutzmaßnahmen für das Produktdesign und Werberegeln ergänzt, die die Viralität begrenzen, die Transparenz fördern und die Rolle der Authentizität auf unserer Plattform stärken. Weitere Informationen darüber, wie unsere Plattform-Architektur uns bei der Umsetzung dieser Ziele unterstützt, findest du in diesem Blogbeitrag.

2. Betrug

Betrug kann Snapchatter finanziellen Schaden zufügen, sie Cybersicherheitsrisiken und auch rechtlichen Risiken aussetzen. Zur Vermeidung solcher Risiken verbieten wir betrügerische Praktiken, die das Vertrauen in unsere Community untergraben. 

Zu den verbotenen Praktiken gehören Inhalte, die Folgendes betreiben oder unterstützen: Betrug jeglicher Art, Angebote für schnellen Reichtum, ungenehmigte oder nicht als solche gekennzeichnete kostenpflichtige Inhalte, Multilevel-Marketing oder Pyramidensysteme sowie betrügerische Waren oder Dienstleistungen, einschließlich gefälschter Waren, Dokumente oder Zertifikate. Wir verbieten auch Geldwäsche in jeder Form (einschließlich Kurier- und Geldesel-Dienste). Das beinhaltet den Empfang und die Überweisung von Geld, das illegal oder von einer unbekannten Quelle im Namen einer anderen Person übergeben wird, nicht autorisierte und illegale Geldübermittlungs- oder Währungsumtauschdienste sowie das Erbitten oder Unterstützen solcher Aktivitäten. 

Schließlich verbieten unsere Richtlinien, dass du vorgibst, jemand (oder etwas) zu sein, der (oder das) du nicht bist, oder dass du versuchst, andere über deine Identität zu täuschen. Dazu gehört, dass du dich als einer deiner Freunde, als prominente Persönlichkeit, Marke oder sonstige Organisation ausgibst. Diese Regeln verbieten auch Imitationen des Brandings von Snapchat oder Snap, Inc. 


3. Spam

Spam kann für Snapchatter verwirrend und ärgerlich sein. Wir verbieten solcherlei Praktiken, ebenso wie Fake-Engagement etwa durch Follower-Kauf oder ähnliche Verfahren zur Steigerung der Followerzahlen, das Unterstützen von Spam-Anwendungen oder ein massives, wiederholtes oder häufiges Posten oder Teilen von Inhalten.

Zusammenfassung

Unseren Teil zur Förderung eines verantwortungsvollen Informationsumfelds beizutragen, bleibt eine wichtige Priorität in unserem Unternehmen und wir werden weiterhin innovative Ansätze erforschen, um dabei zu helfen, Snapchatter vor den Risiken von schädlichen, falschen oder irreführenden Praktiken zu schützen.

Während wir diese Bemühungen fortsetzen, verpflichten wir uns, transparente Einblicke in die Wirksamkeit unseres Ansatzes zu geben. In unseren Transparenzberichten stellen wir länderspezifische Informationen zu unseren Maßnahmen gegen Fehlinformationen weltweit zur Verfügung und planen, diese Verstöße in zukünftigen Berichten detaillierter aufzuschlüsseln.

Wir sind verpflichtet, regelmäßig die Umsetzung unserer Richtlinien zu überprüfen, um unsere Fähigkeit zur Bekämpfung schädlicher Inhalte oder Verhaltensweisen zu verbessern. Wir arbeiten mit verschiedenen Führungskräften aus der weltweiten Sicherheits-Community zusammen, um zu helfen, sicherzustellen, dass wir diese Ziele verantwortungsvoll vorantreiben.