Snap Values
Community-Richtlinien

Schädliche Falschinformationen oder betrügerische Praktiken

Erklärungsreihe zu den Community-Richtlinien

Aktualisiert: März 2026

Überblick

Snap setzt sich dafür ein, dass Informationen auf Snapchat verantwortungsbewusst geteilt werden. Täuschungspraktiken können viele Formen annehmen, das Vertrauen untergraben und die Sicherheit von Snapchattern gefährden. Das Design und die Richtlinien von Snapchat zielen darauf ab, die Verbreitung von Fehlinformationen zu verringern und Nutzer vor Betrug und Spam zu schützen.

  • Wir verbieten das Verbreiten von Falschinformationen, die schädigend oder bösartig sind, wie etwa das Leugnen der Existenz tragischer Ereignisse, unbegründete medizinische Behauptungen, das Untergraben der Integrität zivilgesellschaftlicher Prozesse oder die Manipulation von Inhalten zu falschen oder irreführenden Zwecken (einschließlich mittels generativer KI oder mittels trügerischer Bearbeitung).

  • Wir verbieten es, vorzugeben, jemand (oder etwas) zu sein, der/das man nicht ist, oder zu versuchen, andere in Bezug auf deine Identität zu täuschen. Dazu gehört, dass du dich als einer deiner Freunde, als prominente Persönlichkeit, Marke oder andere Einzelperson oder sonstige Organisation ausgibst.

  • Wir verbieten betrügerische Praktiken, einschließlich Betrug, die Verbreitung von Malware oder anderer Unterstützung von Cyberkriminalität, Geldwäsche und Werbung für betrügerische Waren und Dienstleistungen. Wir verbieten außerdem das Hacking und den Verkauf von Snapchat Accounts.

  • Wir verbieten Spam, einschließlich unerwünschter oder künstlich aufgeblähter Inhalte oder Engagements.

  • Wir verbieten Inhalte, die Nutzer dazu anregen, personenbezogene Informationen zu teilen oder Apps Dritter herunterzuladen, um Preise oder Belohnungen zu erhalten, einschließlich betrügerischer Geschenke oder Werbeaktionen.

Verbotenes Verhalten

Unsere Community-Richtlinien in Bezug auf schädliche falsche oder betrügerische Praktiken decken unterschiedliche, aber miteinander verbundene Schadenskategorien ab: (1) schädliche falsche Informationen, (2) Identitätsbetrug, (3) Betrug und (4) Spam.

1. Schädliche Falschinformationen

Inhalte, die Fakten verfälschen, können schädliche Folgen für Nutzer und für die Gesellschaft haben. Wir wissen, es ist manchmal schwierig zu wissen, was richtig ist, vor allem, wenn es um schnelllebige aktuelle Ereignisse oder komplizierte Themen aus Wissenschaft, Gesundheit und Weltgeschehen geht. Aus diesem Grund konzentrieren sich unsere Richtlinien nicht nur darauf, ob Informationen ungenau oder irreführend sind, sondern auch auf ihr Schadenspotenzial.

Es gibt mehrere Kategorien von Informationen, bei denen die falsche Darstellung von Fakten besondere Gefahren mit sich bringen kann. In all diesen Bereichen gehen unsere Teams gegen Inhalte vor, die irreführend oder unrichtig sind, unabhängig davon, ob die Falschdarstellungen beabsichtigt sind. Auf diese Weise wirkt unsere Politik allen Formen von Bedrohungen durch Informationen entgegen, einschließlich Fehlinformationen, Desinformation, Falschinformationen und manipulierten Medien. 

Hier einige Beispiele für Informationskategorien, die wir als besonders sensibel ansehen:

  • Inhalte, welche die Existenz tragischer Ereignisse leugnen. Wir verbieten Inhalte, die Ereignisse wie den Holocaust oder den Amoklauf an der Sandy Hook Grundschule in den USA bestreiten oder leugnen. Falsche Darstellungen und unbegründete Theorien über solche Tragödien können zu Gewalt und Hass beitragen und darüber hinaus Nutzern schaden, deren Leben und Familien von solchen Ereignissen betroffen sind.

  • Inhalte, die unbegründete medizinische Behauptungen verbreiten. Wir verbieten Inhalte, die beispielsweise nie getestete Therapien zur Verhinderung der Verbreitung von Covid-19 empfehlen, die unbegründete Theorien über Impfstoffe verbreiten oder die widerlegte, schädliche Praktiken wie etwa die sogenannte „Konversionstherapie“ unterstützen. Auch wenn sich die Medizin ständig weiterentwickelt und die Gesundheitsbehörden ihre Richtlinien oft überarbeiten, unterliegen solche glaubwürdigen Organisationen Standards und Rechenschaftspflicht und wir können uns an ihnen orientieren, um einen Maßstab für verantwortungsvolle gesundheitliche und medizinische Beratung zu erhalten.

  • Inhalte, welche die Integrität zivilgesellschaftlicher Prozesse untergraben. Wahlen und andere zivilgesellschaftliche Prozesse spielen eine wichtige Rolle für das Funktionieren rechtsstaatlicher Gesellschaften, und sie sind zugleich ein hochrangiges Ziel für Informationsmanipulation. Um die Informationsumgebung rund um solche Ereignisse zu schützen, setzen wir unsere Richtlinien für die folgenden Arten von Bedrohungen durch, die sich gegen gesellschaftliche Ereignisse und Prozesse richten:

    • Verfahrensstörungen: Fehlinformationen in Bezug auf die tatsächlichen Wahl- oder Bürgerbeteiligungsverfahren, wie z. B. die falsche Darstellung wichtiger Daten und Zeiten oder Teilnahmevoraussetzungen.

    • Teilnahmebeeinträchtigung: Inhalte, die eine Einschüchterung der persönlichen Sicherheit beinhalten oder Gerüchte verbreiten, um die Teilnahme an Wahlverfahren oder zivilgesellschaftlichen Prozessen zu verhindern.

    • Betrügerische oder unrechtmäßige Teilnahme: Inhalte, die Menschen dazu ermutigen, sich selbst falsch darzustellen, um am zivilgesellschaftlichen Prozess teilzunehmen oder unrechtmäßig Stimmzettel abzugeben oder zu zerstören.

  • Delegitimierung zivilgesellschaftlicher Prozesse: Inhalte, die darauf abzielen, demokratische Institutionen zu delegitimieren, z. B. durch falsche oder irreführende Behauptungen über Wahlergebnisse.

2. Identitätsbetrug

Unsere Richtlinien verbieten es, vorzutäuschen, jemand (oder etwas) zu sein, der (oder das) du nicht bist, oder zu versuchen, andere darüber zu täuschen, wer du bist. Dazu gehört auch, dass du dich als deine Freunde, Bekannte, Prominente, Marken oder andere Organisationen ausgibst. Fan-, Satire- und Kommentaraccounts sind zwar in der Regel zulässig, müssen jedoch transparent sein und diese Tatsache explizit angeben, auch im Anzeigenamen. 

3. Betrug

Betrug kann Snapchatter finanziellen Schaden zufügen, sie Cybersicherheitsrisiken und auch rechtlichen Risiken aussetzen. Zur Vermeidung solcher Risiken verbieten wir betrügerische Praktiken, die das Vertrauen in unsere Community untergraben. 

Zu den verbotenen Praktiken gehören Inhalte, die Folgendes betreiben oder unterstützen: Betrug jeglicher Art, Angebote für schnellen Reichtum, ungenehmigte oder nicht als solche gekennzeichnete kostenpflichtige Inhalte, Multilevel-Marketing oder Pyramidensysteme sowie betrügerische Waren oder Dienstleistungen, einschließlich gefälschter Waren, Dokumente oder Zertifikate, und den Verkauf von Social-Media-Accounts, einschließlich Snapchat Accounts.

Wir verbieten auch Geldwäsche in jeder Form (einschließlich Kurier- und Geldesel-Dienste). Das beinhaltet den Empfang und die Überweisung von Geld, das illegal oder von einer unbekannten Quelle im Namen einer anderen Person übergeben wird, nicht autorisierte und illegale Geldübermittlungs- oder Währungsumtauschdienste sowie das Erbitten oder Unterstützen solcher Aktivitäten. 

Schließlich verbieten unsere Richtlinien das Nachahmen des Snapchat- oder Snap Inc.-Brandings, um andere Nutzer zu täuschen.

4. Spam

Spam kann für Snapchatter verwirrend und ärgerlich sein. Wir verbieten solcherlei Praktiken, ebenso wie Fake-Engagement etwa durch Follower-Kauf oder ähnliche Verfahren zur Steigerung der Followerzahlen, das Unterstützen von Spam-Anwendungen oder ein massives, wiederholtes oder häufiges Posten oder Teilen von Inhalten.

Unsere Bemühungen zum Schutz der Nutzer


Wir streben in unserem Ansatz zum Schutz der Nutzer eine ausgewogene Balance zwischen Sicherheit und Datenschutz an. Wir verwenden eine Kombination aus automatisierten Tools und menschlicher Überprüfung, um zu verhindern, dass Nutzer auf öffentlichen Oberflächen (z. B. Spotlight, öffentliche Storys und Snap Map) schädlichen falschen Informationen, Betrug oder Spam ausgesetzt werden.

Unsere Richtlinien zur Bekämpfung schädlicher falscher Informationen werden durch Produktdesign-Schutzmaßnahmen und Werbungsregeln ergänzt, die die Viralität begrenzen, Transparenz fördern und die Rolle der Authentizität auf unserer Plattform herausheben. Weitere Informationen darüber, wie unsere Plattform-Architektur uns bei der Umsetzung dieser Ziele unterstützt, findest du in diesem Blogbeitrag.

Wir verwenden auch automatisierte Systeme, um bekannte Spam-, Betrugs- und Betrugsmuster zu erkennen und schlechte Akteure von unserer Plattform zu entfernen. Wir empfehlen Nutzern, ihre Accounts zu schützen, indem sie die in diesem Support-Artikel beschriebenen Sicherheitsmaßnahmen anwenden.

Zusammenfassung

Snap setzt sich dafür ein, dass Informationen auf Snapchat verantwortungsbewusst geteilt werden. Wir werden weiterhin innovative Ansätze erforschen, um Snapchatter vor den Risiken schädlicher Falschinformationen oder betrügerischer Praktiken zu schützen.

Im Zuge dieser Bemühungen verpflichten wir uns, transparente Einblicke in die Wirksamkeit unseres Ansatzes zu geben. In unseren Transparenzberichten stellen wir länderspezifische Informationen zu unseren weltweiten Maßnahmen gegen Fehlinformationen zur Verfügung.

Wir verpflichten uns, die Umsetzung unserer Richtlinien regelmäßig zu kalibrieren, um unsere Fähigkeit zu verbessern, schädliche Inhalte oder Verhaltensweisen besser bekämpfen zu können. Wir arbeiten mit verschiedenen Führungspersönlichkeiten aus der globalen Sicherheitsgemeinschaft zusammen, um sicherzustellen, dass wir diese Ziele verantwortungsvoll vorantreiben.