Snapchat, Datenschutz und Sicherheit: Die Grundlagen
21. April 2021

Willkommen im Blog über Sicherheit und Auswirkungen! Ich bin Jen Stout, VP of Public Policy, und ich freue mich, nach Evans Einführung heute diesen Beitrag zu veröffentlichen, der unseren Ansatz näher erläutert.
Wir wissen, dass Snapchat eine ganz andere Art von Plattform ist und dass es sehr schwierig sein kann, sich dort zurechtzufinden, wenn du es noch nie benutzt hast und auch nicht vorhast, es zu benutzen (was völlig okay ist!). Wir hoffen, dass dieser Blog eine hilfreiche Ressource für alle ist, die besser verstehen wollen, wie junge Menschen unser Produkt erleben, oder die vielen Interessengruppen und Anwälte, die genauer wissen wollen, wie wir kritische Fragen rund um Sicherheit und Vertrauen angehen.
Für uns gibt es nichts Wichtigeres als die Sicherheit unserer Snapchat-Community und wir waren schon immer der Meinung, dass wir eine Verantwortung dafür haben, unserer Community dabei zu helfen, zu lernen, wie sie ihre Sicherheit, ihre Privatsphäre und ihr Wohlbefinden bei der Nutzung unserer Produkte schützen kann. Bislang haben wir dies sowohl durch Online-Ressourcen als auch durch In-App-Schulungen umgesetzt, und Anfang dieses Jahres haben wir eine umfassendere Kampagne zur digitalen Bildung gestartet, um diese Maßnahmen noch weiter zu verstärken. Wir haben uns sehr darauf konzentriert, Snapchatter besser zu unterstützen, und wir möchten besser mit deren nahestehenden Menschen kommunizieren: den Eltern, Familienmitgliedern, Mentoren und anderen Menschen in ihrem Leben, die ihnen viel bedeuten.
Für den Anfang gehen wir genauer darauf ein, warum Snapchat anders aufgebaut ist als herkömmliche Social Media-Plattformen. Wie Evan erklärt hat, ist es unser Ziel, Produkte zu entwickeln und Technologien zu bauen, die echte Freundschaften in einer gesunden, sicheren und lustigen Umgebung fördern und unterstützen. Dieser Anspruch bestimmt unsere Entscheidungen darüber, wie wir unsere Plattform strukturieren und betreiben und neue Produkte entwickeln, wie wir über die Zukunft denken und letztlich über unsere Rolle im Technologiesektor.
Die Architektur von Snapchat
Bei der Produktentwicklung berücksichtigen wir die Auswirkungen auf den Datenschutz, die Sicherheit und die ethischen Aspekte einer neuen Funktion bereits am Anfang des Entwicklungsprozesses – und wir bringen keine Produkte auf den Markt, die unsere intensiven Prüfungen nicht bestehen.
Wir haben keinen offenen Newsfeed, in dem jeder ungeprüfte Inhalte in die ganze Welt senden kann. Snapchat sieht sogar anders aus, wenn du die App zum ersten Mal ausprobierst, denn die App öffnet sich direkt mit der Kamera – im Grunde eine leere Leinwand – und nicht mit einem Feed, durch den du scrollen kannst.
Wir lassen nicht zu, dass ungeprüfte Inhalte auf Snapchat „viral gehen“. Unsere Inhalte-Plattform Discover verfügt nur über Inhalte von geprüften Medienverlagen und Inhaltserstellern. Unsere Unterhaltungsplattform Spotlight wird proaktiv von Menschen moderiert, bevor die Inhalte ein großes Publikum erreichen können.
Die Größe der Gruppenchats auf Snapchat ist begrenzt. Diese Gruppen sind auf unserer Plattform für niemanden zu finden, der nicht bereits Mitglied ist. Genau wie bei 1:1-Chats kannst du einem Gruppenchat nicht beitreten, wenn du nicht bereits mit jemandem in der Gruppe befreundet bist.
Sicherheit und Datenschutz
Es gibt keine öffentlichen Kommentare oder durchsuchbare Profilfotos bei Snapchat – das ist eine der Maßnahmen, mit denen wir es Fremden absichtlich erschweren, auf der App Personen anzusprechen, die sie nicht erreichen sollten. Um vor allem Snapchatter unter 18 Jahren zu schützen, erlauben wir ihnen nicht, öffentliche Profile zu erstellen, und bei der Suche nach neuen Freunden auf Snap zeigen wir nur den Bitmoji-Avatar des Nutzers an und kein echtes Foto.
Wir haben schon immer eine Zwei-Wege-Kontaktauthentifizierung verlangt, bevor du einen Chat an ein anderes Mitglied senden kannst, weil wir glauben, dass Freundschaft auf Gegenseitigkeit beruht und sicher sein muss. Es geht nicht darum, dass eine Person der anderen folgt, oder dass irgendwelche Fremde ohne Erlaubnis oder Einladung in unser Leben treten. Das gilt auch für andere Funktionen auf Snapchat wie unsere Snap Map – du kannst niemanden auf der Karte sehen und sie können dich nicht sehen, es sei denn, ihr seid miteinander befreundet und ihr habt euch ausdrücklich dafür entschieden, euren Standort zu teilen.
Wir legen Wert darauf, dass unsere Funktionen automatisch privat sind, denn wie im richtigen Leben sollten die Nutzerinnen und Nutzer selbst entscheiden, welche Informationen sie wann weitergeben wollen. Zum Beispiel ist die Standortfreigabe für alle Nutzer standardmäßig deaktiviert, wenn sie unsere Snap Map zum ersten Mal benutzen. Natürlich können sie entscheiden, ob sie es mit ihren Freunden teilen wollen – aber niemals mit Fremden.
Wir entwickeln Produkte mit dem Ziel, weniger Daten von unseren Mitgliedern zu sammeln und diese Daten für kürzere Zeiträume zu speichern. Denn obwohl Werbung notwendig ist, damit wir unseren Dienst kostenlos anbieten können, haben wir festgestellt, dass wir Geschäftspartnern einen Mehrwert bieten können, ohne die Privatsphäre der Menschen zu verletzen und ihnen das Gefühl zu geben, dass wir ihre Beziehungen wie eine Handelsware behandeln.
Wir bieten schnelle und einfache Möglichkeiten für unsere Mitglieder, Inhalte, die sie beunruhigen, mithilfe von In-App-Tools direkt an uns zu melden, damit unser engagiertes Team für Vertrauen und Sicherheit diese untersuchen und Maßnahmen ergreifen kann.
Unsere Richtlinien und ihre Einhaltung
Von Anfang an haben wir Snapchat so gestaltet, dass es keine Anreize für diejenigen gibt, die schädliche Inhalte verbreiten wollen. Mobbing, Hassreden und die Verbreitung von Fehlinformationen, die Schaden anrichten könnten, wie z. B. Verschwörungstheorien, falsche medizinische Behauptungen und Versuche, zivilgesellschaftliche Prozesse zu untergraben, sind in unseren Community-Richtlinien seit langem verboten.
Wir dulden keinen Missbrauch unserer Plattform und haben eine eigene Infrastruktur, um unsere Richtlinien effektiv zu gestalten und durchzusetzen. Das geht ganz einfach: Wenn versucht wird, gegen unsere Richtlinien zu verstoßen, entfernen wir die Inhalte schlichtweg. Wir kennzeichnen keine anstößigen Inhalte oder machen Ausnahmen für Personen des öffentlichen Lebens – unsere Richtlinien gelten für alle Snapchatter gleichermaßen.
Wenn ein Verstoß die Sicherheit von Minderjährigen gefährdet, melden wir ihn dem National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) und haben spezielle Verfahren für die Zusammenarbeit mit und die Unterstützung von Strafverfolgungsbehörden.
Natürlich sind wir deshalb nicht perfekt, und jede App, die Kommunikation ermöglicht, hat das Potenzial, missbraucht zu werden. Wir müssen unsere Tools und Taktiken ständig verbessern, um die Sicherheit von Snapchat zu erhalten und zu erhöhen. Wir beschäftigen uns kontinuierlich mit den Risiken und damit, wie wir unsere technischen Möglichkeiten und Praktiken verbessern können, um unsere Community besser zu schützen. Im Rahmen dieser Bemühungen lassen wir uns regelmäßig von Sicherheits- und Geheimdienstexperten beraten, wie wir böswilligen Akteuren einen Schritt voraus sein können. In diesem Blog wollen wir auf viele dieser Themen näher eingehen, damit du verstehst, wie wir über diese Probleme denken und an ihrer Lösung arbeiten.
Als Elternteil verbringe ich viel Zeit damit, diese Gespräche mit meinen eigenen Kindern zu führen, mit meinen Freunden, die sich mit der Rolle von Technologie und Plattformen im Leben ihrer Kinder auseinandersetzen, und mit den vielen Interessengruppen, mit denen wir im Rahmen unserer Arbeit bei Snap sprechen. Ich hoffe, dass dieser Artikel einen Einblick in einige der Grundlagen gibt und Eltern und Familienmitglieder dazu ermutigt, auch unseren Elternleitfaden zu lesen, in dem jedes unserer Produkte detailliert erklärt wird und zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um Snapchattern zu helfen, sich in einer gesunden, sicheren und lustigen Umgebung zu verbinden.
Jen